Hamari-Blog

Mittwoch, Mai 21, 2014

Meine neue Karriere als Headhunter



Sehr geehrter HR-Abteilungseiter,

Ich habe mich sehr über Ihre Anfrage gefreut und bitte Sie in aller Höflichkeit, das Fehlen des Buchstabens „L“ in der Anredezeile zu entschuldigen. Da Sie selbst großzügig vom Gebrauch einer Anredezeile abgesehen haben, darf ich wohl von Ihrem Verständnis für dieses Versehen meinerseits ausgehen.
Überwältigt bin ich nicht nur von Ihrem offensichtlichen Vertrauen in meine fachlichen Qualitäten, sondern auch von Ihrem überaus effizienten Auswahlverfahren. Denn obwohl ich mich nicht erinnern kann mich für irgendeine Stelle beworben zu haben, scheine ich doch der ideale Adressat Ihrer etwas unbeholfen wirkenden Zeilen zu sein. Besonders gefallen haben mir 2 Textpassagen:

„[…]Derzeit gibt es eine offene Heimarbeit-Position des Personalmanagers für Mai-Juni 2014. Die Hauptaufgabe besteht im Rekrutierungsprozess der Firmenkunden, zum Beispiel die Suche nach potenziellen Kandidaten, das Rekrutieren, Screening, Interviewen, Bewerten und Orientieren neuer Mitarbeiter usw. Wir bieten flexible Tageszeiten, einen guten Gehalt und soziale Garantien. […]“

Man erkennt seriöse Arbeitgeber nicht nur an der …@outlook.com Mailadresse, sondern dass sie auch „einen guten Gehalt“ bieten. Flexible Tageszeiten sind toll! Bei vielen Firmen bleibt es 24/7 einfach nur Vormittag, was nicht nur sehr belastend ist, sondern auch extrem unflexibel. Bleiben Sie bitte bei diesem Selbstvermarktungskonzept, es hebt ihr Unternehmen deutlich von der Konkurrenz ab.

„[…]4PRG Unternehmen ist auf die Professionalität, Fairplay im Business und Glaubwürdigkeit einem Kunden gegenüber konzentriert.[…]

Nur einem Kunden gegenüber? Diese geradezu autodestruktive Form der Aufrichtigkeit macht Sie unglaublich glaubwürdig. Auch diese Zeilen halte ich deshalb für geeignet, eine Aura der sympathischen Authentizität zu schaffen.

Dass mich Ihr Jobangebot für die ab Mai beginnende Stelle erst Mitte Mai erreicht, zeigt mir, wie dringlich die Angelegenheit ist. Bitte informieren Sie mich schnellstmöglich und umfassend über Gehalt, Weihnachtsgeld, Urlaubstage/Jahr, Pausenstruktur eines Arbeitstages …und natürlich ihre Corporate Compliance im Bezug auf gendergerechte Sprachregelung.


In freudiger Erwartung einer baldigen Antwort

Hamari Strychnin,
CEO der Spam Mail Beantwortungs GbrH

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Mittwoch, September 16, 2009

Darfst Du denn schon alleine Bahn fahren?

Eine Frage, welche mir - unverantwortlicherweise - noch niemand gestellt hat.
"Wo sind denn deine Mama und dein Papa?" - Ebenso denkbar. Zumindest seit ich meine Bahncard zum 3. mal bekam und aus langer Weile den "Auszug aus den Bedingungen für den Erwerb und die Nutzung von BahnCards (BahnCard)" durchgelesen habe:



Vielleicht war es doch pubertäre Vermessenheit, welche mich glauben ließ, bereits erwachsen zu sein.
Ganz klar Deutsche Bahnt sich da auch ein größerer Skandal an. Meinen Wehrdienst habe ich schon länger hinter mir. Und da das Kindsein ein höchstwahrscheinlich stetiger, kontinuierlicher Zustand ist, von Phasen des spontanenen Erwachsenseins nicht unterbrochen also...
Um auf den Punkt zu kommen: Die Bundesrepublik hat Kindersoldaten!
Ich bitte die Leser, jetzt fassungslos und entsetzt zu gucken! Danke!

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Dienstag, April 07, 2009

Plulmolobus in der Hölle

Da mir gerade wieder jemand aus der Familie der Fundamentalisten (Gattung: Islamisten) mit der Hölle drohte...

Nun ja. Natürlich habe ich als Atheist mehr als nur Zweifel was die Existenz eines solchen Ortes angeht, aber an Phantasie mangelt es mir nicht. Nehmen wir die Existenz der Hölle einmal an...

Und nun folgende Anekdote:

Vor ca. 4 Wochen hatte ich an meiner Universität ein Praktikum zur Mikrobiologie. Im Anschluss daran schrieben wir noch eine Arbeit (und mussten Protokolle anfertigen, was zwar aufwendig war, aber vollkommen ohne Relevanz für die Anekdote ist).
Eine der Aufgaben in dieser Arbeit verlangte von mir:
"Nennen Sie mindestens 3 Beispiele für Gattungen farbloser Schwefelbakterien!"
Neben Acidithiobacillus fiel mir nur noch "irgendwas mit -lobus..." ein. Im Gedächtnis verzweifelt nach dem Namen kramend, entschied ich mich schließlich aus dem Bauch heraus für "Plulmolobus".
Selbstverständlich kompletter Unsinn. Was ich gesucht hatte war die Sulfolobus (bei Schwefelbakterien auch noch Sulfo, ich könnte mir in den Arsch beißen!) und meine Befürchtung geht in die Richtung, meine Arbeit könne in einer Art fakultätsinternem Kuriositätenkabinett landen...
Zwar habe ich trotzdem bestanden, aber ich schwor mir: Sollte ich jemals eine neue Gattung farbloser Schwefelbakterien entdecken, nenne ich sie "Plulmolobus"!

In der Hölle soll es viel Schwefel geben.
Da gibts Plulmolobus ohne Ende. Jede Wette! Wird ne geile Zeit...

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Freitag, November 17, 2006

Ein kleines Gedicht aus meiner Schulzeit

Im Abiheft erlag mein Werk leider der Zensur. Und den Mut es auf dem Abiball zu rezitieren (anstatt meines Abigedichtes) hatte ich dann irgendwie doch nicht (was ich im Nachhinein irgendwie sehr bereue).
Aber der Weltöffentlichkeit kann ich die Wahrheit nicht länger verschweigen. Das Werk beruht (erschreckenderweise) auf wahren Begebenheiten.
Andererseits: Danke Sabine, für diese grandiose Inspiration!



Hans Martin Richwien

Die Deutschstunde (21.3.2001)

Im Unterricht, während ich döse,
Weckt mich Frau Werner ziemlich böse.
Diese Frau ist echt ´ne Plage –
„Herr Richwien, die Antwort auf die Frage!“

Ich frage mich: „Was soll der Scheiß,
Die weiß genau, dass ich nichts weiß!“
„Äh könn’ Sie die Frage wiederholen?“
„Herr Richwien, Sie woll´n mich wohl verkohlen?!“

Es ertönt aus ihrem Rachen
Ein ziemlich hasserfülltes Lachen:
„Hehe, das kommt davon wenn man nur träumt,
Und meinen Unterricht versäumt!“

Vorsichtig bleibe ich stumm,
Sie macht mich vor der Klasse dumm:
„Na Herr Richwien schlafen S’ nur,
Sie schaffen eh’ kein Abitur!“

Bei sowas muss ich leider sagen,
Bleibt dir nur es zu ertragen.
Sich wehren ist nicht angebracht,
Denn der Lehrer hat die Macht.

Ich versuche mich zu sammeln,
Fange an etwas zu stammeln.
„Also Herr Richwien, tun Se ´s wissen?
Ihr Ausdruck ist total beschissen!“

Sie erwähnt noch vor der Klasse:
„Herr Richwien ist ´ne trübe Tasse!“
Und deshalb schwör’ ich ihr bei Gott
Ein Mitarbeitstotalboykott.




...steht natürlich auch im StudiVZ in der "Abiturienten des Thomas-Müntzer-Gymnasiums Halle/Saale auch GTM" Gruppe. Aber StudiVZ ist ja so eine Sache. Ungemein praktisch aber irgendwie dubios ;)

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Sonntag, Mai 14, 2006

Katja bei Heise...

...und der Parasit Hamari lässt sich von ihr mit in den Ruhm tragen.

Nach 9 Tagen Existenz meines Blogs wurde es aber auch langsam Zeit:
  • Telepolis-Artikel über Katja sammt Link hierher

  • Da diesem Blog nun der gebührliche Ruhm zuteil wurde, meldeten sich bereits erste Fans zu Wort (leider nicht hier, sondern im Forum zum Telepolisartikel. Leute kommentiert bitte!):

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    14. Mai 2006 14:23
    Menschenverachtend
    Beren:


    Wie menschenverachtend. Was muß das für ein Mensch sein, der in
    diser Weise über eine Frau schreibt? Scheißegal wie sie aussieht,
    das hat sie nicht verdient.
    Hamari sieht sich als Kämpfer gegen den Schönheitswahn? Dass ich
    nicht Lache! Jedes seiner Worte zeigt doch überdeutlich, dass er
    diesen Schönheitswahn mit jeder Zelle verinnerlicht hat.
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    -----------------------
    Stefan_L:

    Ach, also Hamari ist mit Sicherheit kein Menschenverachter. Aber wer
    sich bei so etwas bewirbt muß halt damit rechnen, daß er gewählt
    wird.
    Jedes seiner Worte zeigt das er ein Satirefan ist (und Ossi).

    Bye
    Stefan_L

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    Bezüglich des letzten Beitrages sehe ich mich nun allerdings auch (leider) gezwungen meinen Ruf zu verteidigen.
    Daher folgende Gegendarstellung:
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    Ich bin durchaus menschenverachtend. Die Autoren gegenteiliger Behauptungen werden sich gegebenenfalls mit dem Vorwurf der Verleumdnung auseinandersetzen müssen. Rechtliche Schritte behalte ich mir vor. Im übrigen bin ich kein Ossifan und auch keine Satire. Tatsächlich aber ein eitler Geck, der stolz darauf ist, bei Telepolis zitiert worden zu sein.
    Ebenso wahr wie unerwähnt blieb jedoch die Feststellung, dass ich Magdeburg hasse. Ich bitte das zur Kenntnis zu nehmen.

    MfG Hamari, Held aus Halle
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    Danke an Biernot, der diese Gegendarstellung auch in das entsprechende Forum platzierte, da ich dort erst morgen Schreibrechte bekommen hätte.

    Ansonsten bliebe noch zu erwähnen, dass Katja unbeirrt vom verwerflichen Medienrummel auf Platz 1 verharrt und den gnadenlosen Zickenattacken ihrer eifersüchtigen Konkurentinnen spielend standzuhalten weiß. Katjas Weg ist bereitet. Und meine Aufgabe damit erfüllt.
    Sie wird nun den Rest des Weges allein bestreiten sowie sich den ihr aufgebürdeten Aufgaben stellen müssen: die Binnennachfrage zu steigern, die deutsche Wirtschaft zu retten, die Arbeitslosigkeit zu senken und Deutschland wieder an die Spitze der Industrienationen zu führen.
    Katja wir glauben an Dich!

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    Mittwoch, Mai 03, 2006

    Start

    So, nun habe ich endlich auch mein Blog :)

    Mit dem Gedanken ein Tagebuch zu schreiben plage ich mich vor allem seit der Mohamed-Karikaturen Debatte, bei der es schwer war ein Forum zu finden, in welchem man ordentlich über das Thema diskutieren hätte können. Das Spiegel-online Forum war beispielsweise vollkommen überhitzt, so dass einzelne Posts einfach überlesen wurden. In anderen, kleinen Foren traf ich selten auf andere Meinungen und quasi gar nicht auf muslimische Forenmitglieder (wo mich gerade der Dialog mit ihnen interessiert bzw. gereizt hätte). Auf aktuelle Ereignisse einzugehen ist in einem Forum wohl offenbar nicht immer zufriedenstellend. Allerdings bekam man hier und da auch Links zu Blogs, wie zB. http://www.sandmonkeyblog.com/ , welche einen höheren Grad an Freiheit zu garantieren schienen. Zwar beschränkt sich die "Diskussion" wohl auf Antworten zu einem vom Autoren festgelegten Thema, doch kann zu diesem Artikel dann mit Leichtigkeit verlinkt werden und für Kommentare zum Artikel braucht man sich auch nicht extra anmelden.

    Natürlich habe ich nicht vor ausschließlich zum Thema Politik zu schreiben. So wird sich mein erster "echter" Beitrag wohl mit Katja, dem ultimativen Covergirl beschäftigen.

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